Verletzung: Gesplitterte Kralle bei Mogli
Am Freitag, 10. November 2006 konnten wir bei Mogli feststellen, dass dieser vorwiegend auf dem linken Bein saß. Saß Mogli auf dem Finger, konnte man eine deutliche Gewichtsverlagerung auf das linke Bein spüren. Das rechte Bein wurde so entlastet. Auch beim Aufsteigen versuchte Mogli, das rechte Bein nicht zu belastet. Der Greifreflex war vorhanden, aber wesentlich schwächer ausgeprägt als auf der anderen Seite.
Wir hatten am Wochenende zuvor frische Äste in die Voliere gehängt. In der darauffolgenden Nacht waren die Mohren panisch durch die Voliere geflogen. Sichtbare Verletzungen konnten wir nicht feststellen; dennoch wäre eine Zerrung des Beines denkbar. Gerade Mogli ließ sich in der genannten Nacht nur schwer beruhigen - er war panisch, ängstlich, seine Atmung ging extrem schnell. Erst nach ca. 15 Minuten ließ der kleine Kerl sich von uns beruhigen. Wodurch die Panik ausgelöst wurde, können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Wir vermuten jedoch eine Ursache in der neuen, unbekannten Voliereneinrichtung.
Am Samstag, 11. November 2006 konnten wir die Schwäche auf dem rechten Bein immer noch feststellen. Wir waren nun unsicher, ob dies wirklich eine Zerrung war. Möglich wären natürlich auch: Schlaganfall, Vergiftung, Tumor, Gicht oder Rheuma - die Liste ist lang, die man sich als Papageienbesitzer in schwärzesten Farben ausmalen kann. Wir entschieden uns also, einen Tierarzt aufzusuchen. Unser Tierarzt in Ludwigsburg war im Urlaub, so dass wir uns für einen anderen Papageienspezialisten enscheiden mussten. Wir wählten daraufhin die Praxis Cappel (Dr. Richter) in Öhringen (siehe Linkliste), ca. 50 km von uns entfernt. Wir setzen Mogli für die Fahrt in den Katzentransporter; Ali musste zuhause bleiben.
Der Tierarzt untersuchte Mogli genau: Das Bein wurde abgetastet, die Reflexe getestet. Am rechten Bein war nichts gebrochen. Der Tierarzt stellte fest, dass das rechte Kniegelenk instabiler als das linke ist. Er vermutete eine Zerrung am rechten Bein. Der Tierarzt verschrieb uns ein entzündungshemmendes Schmerzmittel (Metacam), welches wir Mogli über 5 Tage oral verabreichen sollten.
Nun hoffen wir, dass Mogli sich tatsächlich eine Zerrung am rechten Bein zugefügt hat und diese sich bald zurückbildet. Gute Besserung!
Am Donnerstag, 16. November ist die letzte Behandlung mit Metacam angesagt. Wir haben das Gefühl, dass Mogli nun mehr Kraft im rechten Bein hat. Dennoch sitzt er häufig in Schonhaltung, indem er das rechte Beinchen anzieht. Wir haben eine homöopathische Salbe aus der Apotheke gekauft (Traumeel): Mit dieser reiben wir ein- bis zweimal täglich das rechte Bein ein. Nun heißt es Geduld - es kann schon noch einige Zeit dauern, bis die Zerrung vollkommen ausgeheilt ist.
Am Samstag, 18. November haben wir festgestellt, dass der Krallennagel der linken Vorderzehe des rechten Beins über eine Länge von ca. 5 mm gesplittert ist. Dies scheint Mogli Schmerzen zu bereiten, denn er nagt häufig an der Kralle. Wir desinfizieren den Zeh mit Betaisodona-Lösung. Nach einiger Zeit entfernt Mogli den Splitter an der Kralle selbständig. Man kann nun die Blutader in der kleinen Zehe erkennen. Sie ist mit wenig Horn umgeben, blutet aber nicht.
Wir sind uns nun unsicher, ob Mogli sich diese Verletzung als Folge der beschriebenen Schwäche rechts zugezogen hat oder ob diese Splitterung die Ursache der beschriebenen Schwäche ist.


Sonntag, 26. November 2006
Mogli hat nun wieder die volle Kraft in seinem rechten Bein. Tatsächlich war die rechtsseitige Schwäche von der Splitterung der Kralle und den damit verbundenen Schmerzen verursacht.
