Unterbringung: Volieren
- Innenvoliere
- Balkonkäfig
- Exkurs I: Airbrush als Volierenrückwand
- Exkurs II: Fototapete als abwaschbare Volierenrückwand
Innenvoliere - mit Erweiterung
Im ersten Jahr wurden unseren Mohren in einem Käfig der Größe 100*70*180 cm (Länge*Breite*Höhe) gehalten. Obwohl wir mit diesem Käfig zufrieden waren, fielen uns im Lauf der Zeit einige Nachteile auf:
- Der Käfig stand auf Rollen - es war also nicht möglich, im Käfig zu stehen.
- Durch die Kotschublade rieselte recht viel Bodeneinstreu nach außen.
- Die Rückwand der Voliere bestand aus Drahtgeflecht. Um die Wohnzimmertapete vor Kot- und Obstresten zu schützen, befestigten wir zusätzlich eine weiße Styrolplatte an der Rückseite der Voliere. Diese musste dann zur Reinigung abgeschraubt werden, was sich als recht kompliziert erwies.
Die Futterwendeklappe war zudem nicht ideal: Sie hatte einen recht großen Drehkreis - hier konnten dann keine Äste o.ä. befestigt werden. Zudem zeigte die Napfhalterung nach einiger Zeit Materialermüdung, und die Näpfe brachen aus.
Ausschlaggebend für den Kauf der neuen Voliere war für uns der Gedanke, dass die Tiere sich im alten Käfig im Streitfall nicht aus dem Weg gehen konnten. Manchmal war die Stimmung zwischen den beiden Vögeln dermaßen schlecht, dass Ali ihren Partner durch den Käfig jagte und Mogli sich schlussendlich nur auf den Ästen in Bodennähe aufhalten durfte. Eine Voliere sollte hier Abhilfe durch ein größeres Raumangebot schaffen. Nach einem 3/4 Jahr Papageienhaltung entschlossen wir uns also, unseren alten Käfig zu verkaufen und stattdessen eine großzügige Innenvoliere anfertigen zu lassen. In unsere Überlegungen zur neuen Voliere flossen alle Dinge ein, die uns im Lauf der Zeit bei unserem alten Käfig negativ aufgefallen waren.
Die Voliere steht fest auf dem Boden, so dass wir den Innenraum der Voliere zum Reinigen und Verändern der Käfigausstattung betreten können. - Die Rückwand besteht nicht aus Drahtgeflecht, sondern aus weißem Styrol, so dass die Putzarbeit dadurch erleichtert wird.
- Neben einer großen Tür zum Betreten der Voliere wurde eine kleinere Luke angebracht, die den Vögeln als Ein- und Ausflugluke dient.
- Wir entschieden uns gegen eine weitere Luke, die dazu dient, einen möglichen Nistkasten zu kontrollieren. Stattdessen stellten wir einen Naturniststamm direkt auf den Boden.
- Der Spritzschutz im unteren Bereich der Voliere, der zugleich ein Hinausrieseln des Bodeneinstreus verhindert, ist 25 cm hoch.
Im Februar 2003 begannen wir mit dem Aufbau der Voliere - im April 2005 wurde die Voliere um 50 % erweitert. Die Voliere hat nun eine Größe von 225*100*180 cm (Länge*Breite*Höhe) und ermöglicht den Vögeln so, kleinere Strecken zu fliegen. Auch haben die Vögel so die Möglichkeit, sich in Streitsituationen aus dem Weg zu gehen. Mit 2-3 Stunden Freiflug täglich stellt die Voliere in unseren Augen eine sehr gute Haltungsmöglichkeit von Mohrenkopfpapageien im Wohnbereich dar. Mittlerweile ist die Volierenrückwand komplett mit Fototapete überzogen und abwaschbar gemacht worden.
- Hier könnt ihr die entsprechenden Schritte zum Thema 'Fototapete als abwaschbare Volierenrückwand' einsehen.
- Mittlerweile haben wir die Fototapete durch ein Airbrush-Bild ersetzt. Infos zum Airbrush als Volierenrückwand findet ihr hier.

Voliere 2005
Größe 225*100*180 cm
- Als Bodenplatte der Voliere wählten wir eine Siebdruckplatte. Diese ist gut abwaschbar und sehr robust.
- Die Spalte zwischen Bodenplatte und Voliere wurde anfänglich mit Silikon verfugt. Nach der Volierenerweiterung haben wir auf ein Fugenmittel verzichtet - der Spalt ist mit Bodeneinstreu gefüllt (z.B. Maisgranulat) und wird bei der Reinigung ausgesaugt.
- Als Bodeneinspreu nahmen wir zu Beginn Buchengranulat. Nach kurzer Zeit allerdings stiegen wir auf Papageiensand um, da dieser mit einer Kotschaufel sehr gut zu reinigen ist. Mittlerweile verwenden wir Maisgranulat.
- Wir haben mittlerweile die Rückfront der Voliere mit Fototapete überzogen. Nun kommt ein richtiges Karibik-Feeling in die Voliere. Eine Anleitung zur 'Montage' der Fototapete könnt ihr hier einsehen.
- Mittlerweile haben wir die Fototapete durch ein Airbrush-Bild ersetzt. Infos zum Airbrush als Volierenrückwand findet ihr hier. Wir haben hier eine afrikanische Landschaft gewählt.
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Balkonkäfig
Leider ist es uns seit Juni 2004 nicht mehr möglich, die Vögel stundenweise in den Balkonkäfig zu setzen, da sich eine Familie in unserem Mehrfamilienhaus von den gelegentlichen Schreien der Vögel sehr gestört fühlte. Um weiteren Streitereien zukünftig aus dem Weg zu gehen, haben wir uns dazu entschieden, den Balkonkäfig abzubauen und für unser Streifenhörnchen zu verwenden. Die folgenden Ausführungen zum Thema 'Balkonkäfig' lassen wir dennoch unverändert stehen. Im Sommer 2002 haben wir einen Balkonkäfig anfertigen lassen, der es uns ermöglicht, die Vögel problemlos über das Wohnzimmerfenster nach außen auf den Balkon zu setzen. Der Käfig hat eine Größe von 100*60*160 cm (Länge*Breite*Höhe). Mogli und Ali sitzen hier stundenweise bei gutem Wetter draußen und genießen es sehr... Der Balkonkäfig ist mit frischen Ästen, Krallenstange und Spielzeug ausgestattet. Die Kotschublade wird mit Zeitungen ausgelegt, so dass es für uns leicht ist, die Obstreste etc. täglich zu entfernen. Unsere Mohren stehen dabei immer im Schatten, maximal eine kleine Ecke des Käfigs ist direkt in der Sonne, so dass sie selbst entscheiden können, welche Plätze sie vorziehen. Ein Platz in der direkten Sonne wird dabei sehr selten eingenommen! Ein großer Wassernapf ist immer als Bademöglichkeit im Käfig angeboten (neben Futter und Obst). Zusätzlich bieten wir bei sehr heißem Wetter noch Abkühlung mit der Blumenspritze an, was auch immer gerne angenommen wird. Wir lassen unsere Vögel nie auf dem Balkon stehen, wenn wir die Wohnung verlassen. Viele Dinge können verängstigend auf sie wirken, wie z.B. Geräusche von Nachbarn, große Vögel am Himmel, Fahrzeuge. Meist sind wir sogar ebenfalls auf dem Balkon, so dass wir die Vögel in solchen Situationen beruhigen können.
Generell gibt es auch Meinungen, die solche Balkonkäfige als "Sonnenknast" ablehnen. Wir sind jedoch der Meinung, dass es durchaus legitim ist, die Vögel stundenweise in einem solchen Käfig auf dem Balkon zu belassen. Für die Vögel ist es eine tolle Erfahrung, wenn z.B. Wind in ihr Gefieder bläst. Zudem hat Sonnenlicht - wie beim Menschen auch - eine durchaus positive Wirkung auf das Allgemeinbefinden und die Abwehrkräfte der Tiere (-> Tageslichtlampe). Klar ist auch, dass die von uns dargestellte Lösung lediglich die individuell beste darstellt. Im Internet lassen sich Bilder von tollen Außenvolieren, kombinierten Innen- und Außenvolieren oder verkleideten Balkone finden. All dies ist bei uns jedoch nicht machbar; zum Verkleiden des Balkons beispielsweise ist in einem Mehrfamilienhaus zumindest das Einverständnis der Nachbarn notwendig.
Wie eigentlich kommen unsere Vögel in den Außenkäfig???
- Der Käfig ist so konzipiert, dass er ca. 10 cm breiter als ein Fensterelement ist. Er hat eine breite Tür zum Reinigen des Käfigs und eine kleine Luke im oberen Teil des Käfigs.
- Der Rolladen wird bis auf die Höhe des Käfigs herabgelassen. Der Käfig steht dabei vor einem Balkonfenster, nicht vor der Balkontür.
- Durch die kleinere Luke werden die Vögel vom Wohnzimmer in den Balkonkäfig gesetzt.
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Noch einige Anmerkungen zum Thema Außenkäfig:
Wenn man auf der Suche nach einem geeigneten Balkonkäfig ist, lohnt es sich auf jeden Fall, mit einem Volierenhersteller eine Lösung zu erarbeiten. Nur so wird der vorhandene Raum optimal genutzt und den Vögeln ein adäquates Raumangebot ermöglicht. Zu bedenken ist auch, dass zu kleine Unterbringungen auch stundenweise auf jeden Fall zu Problemen führen werden. Zu Beginn hatten wir unsere Mohren in einem Kleintierkäfig mit den Maßen 66*42*82 cm (Länge*Breite*Höhe) auf dem Balkon stehen. Die Vögel waren auch hier sichtlich gerne draußen auf dem Balkon, nach weniger als 30 Minuten begannen sie allerdings, sich zu streiten und zu triezen. Der Käfig war einfach zu klein, um ein friedliches Zusammensein zu ermöglichen. Nicht zu vernachlässigen sind im übrigen die oft schrillen Rufe der Mohrenkopfpapageien, die für manche Nachbarn nicht erträglich erscheinen. Grundsätzlich spricht m.E. nichts gegen eine stundenweise Haltung der Mohrenkopfpapageien auf dem Balkon, wenn die Ruhezeiten sowie die Sonn- und Feiertage berücksichtigt werden. Dennoch kann das ganze schnell eskalieren, wie bei uns geschehen. Um also zu vermeiden, einen Balkonkäfig ungenutzt herumstehen zu haben, sollte jeder Papageienhalter für sich abklären, inwieweit die Rufe der Vögel auf Verständnis in der Nachbarschaft stoßen!!! Hier habe ich einen recht guten Artikel zum Thema 'Papageien und Nachbarschaft', der im APN (Arbeitsgemeinschaft Papageien Netzwerk) veröffentlicht ist, verlinkt.
Hier geht es zu den Schallmessungen unserer Mohrenkopfpapageien im August 2006.






