Unterbringung: Volieren

Innenvoliere - mit Erweiterung

Voliere auf Rollen (alt)Im ersten Jahr wurden unseren Mohren in einem Käfig der Größe 100*70*180 cm (Länge*Breite*Höhe) gehalten. Obwohl wir mit diesem Käfig zufrieden waren, fielen uns im Lauf der Zeit einige Nachteile auf:

Ausschlaggebend für den Kauf der neuen Voliere war für uns der Gedanke, dass die Tiere sich im alten Käfig im Streitfall nicht aus dem Weg gehen konnten. Manchmal war die Stimmung zwischen den beiden Vögeln dermaßen schlecht, dass Ali ihren Partner durch den Käfig jagte und Mogli sich schlussendlich nur auf den Ästen in Bodennähe aufhalten durfte. Eine Voliere sollte hier Abhilfe durch ein größeres Raumangebot schaffen. Nach einem 3/4 Jahr Papageienhaltung entschlossen wir uns also, unseren alten Käfig zu verkaufen und stattdessen eine großzügige Innenvoliere anfertigen zu lassen. In unsere Überlegungen zur neuen Voliere flossen alle Dinge ein, die uns im Lauf der Zeit bei unserem alten Käfig negativ aufgefallen waren.


Im Februar 2003 begannen wir mit dem Aufbau der Voliere - im April 2005 wurde die Voliere um 50 % erweitert. Die Voliere hat nun eine Größe von 225*100*180 cm (Länge*Breite*Höhe) und ermöglicht den Vögeln so, kleinere Strecken zu fliegen. Auch haben die Vögel so die Möglichkeit, sich in Streitsituationen aus dem Weg zu gehen. Mit 2-3 Stunden Freiflug täglich stellt die Voliere in unseren Augen eine sehr gute Haltungsmöglichkeit von Mohrenkopfpapageien im Wohnbereich dar. Mittlerweile ist die Volierenrückwand komplett mit Fototapete überzogen und abwaschbar gemacht worden.

komplette Voliere
Voliere 2005
Größe 225*100*180 cm

Voliere mit Fototapete Bodenbereich mit Fototapete Ali in der Voliere

Balkonkäfig

Balkon mit BalkonkäfigLeider ist es uns seit Juni 2004 nicht mehr möglich, die Vögel stundenweise in den Balkonkäfig zu setzen, da sich eine Familie in unserem Mehrfamilienhaus von den gelegentlichen Schreien der Vögel sehr gestört fühlte. Um weiteren Streitereien zukünftig aus dem Weg zu gehen, haben wir uns dazu entschieden, den Balkonkäfig abzubauen und für unser Streifenhörnchen zu verwenden. Die folgenden Ausführungen zum Thema 'Balkonkäfig' lassen wir dennoch unverändert stehen. Im Sommer 2002 haben wir einen Balkonkäfig anfertigen lassen, der es uns ermöglicht, die Vögel problemlos über das Wohnzimmerfenster nach außen auf den Balkon zu setzen. Der Käfig hat eine Größe von 100*60*160 cm (Länge*Breite*Höhe). Mogli und Ali sitzen hier stundenweise bei gutem Wetter draußen und genießen es sehr... Der Balkonkäfig ist mit frischen Ästen, Krallenstange und Spielzeug ausgestattet. Die Kotschublade wird mit Zeitungen ausgelegt, so dass es für uns leicht ist, die Obstreste etc. täglich zu entfernen.  Unsere Mohren stehen dabei immer im Schatten, maximal eine kleine Ecke des Käfigs ist direkt in der Sonne, so dass sie selbst entscheiden können, welche Plätze sie vorziehen. Ein Platz in der direkten Sonne wird dabei sehr selten eingenommen! Ein großer Wassernapf ist immer als Bademöglichkeit im Käfig angeboten (neben Futter und Obst). Zusätzlich bieten wir bei sehr heißem Wetter noch Abkühlung mit der Blumenspritze an, was auch immer gerne angenommen wird. Wir lassen unsere Vögel nie auf dem Balkon stehen, wenn wir die Wohnung verlassen. Viele Dinge können verängstigend auf sie wirken, wie z.B. Geräusche von Nachbarn, große Vögel am Himmel, Fahrzeuge. Meist sind wir sogar ebenfalls auf dem Balkon, so dass wir die Vögel in solchen Situationen beruhigen können.

BalkonkäfigGenerell gibt es auch Meinungen, die solche Balkonkäfige als "Sonnenknast" ablehnen. Wir sind jedoch der Meinung, dass es durchaus legitim ist, die Vögel stundenweise in einem solchen Käfig auf dem Balkon zu belassen. Für die Vögel ist es eine tolle Erfahrung, wenn z.B. Wind in ihr Gefieder bläst. Zudem hat Sonnenlicht - wie beim Menschen auch - eine durchaus positive Wirkung auf das Allgemeinbefinden und die Abwehrkräfte der Tiere (-> Tageslichtlampe). Klar ist auch, dass die von uns dargestellte Lösung lediglich die individuell beste darstellt. Im Internet lassen sich Bilder von tollen Außenvolieren, kombinierten Innen- und Außenvolieren oder verkleideten Balkone finden. All dies ist bei uns jedoch nicht machbar; zum Verkleiden des Balkons beispielsweise ist in einem Mehrfamilienhaus zumindest das Einverständnis der Nachbarn notwendig.

Wie eigentlich kommen unsere Vögel in den Außenkäfig???

Balkonkäfig Balkonkäfig Zugang zum Balkonkäfig

Noch einige Anmerkungen zum Thema Außenkäfig: 

Wenn man auf der Suche nach einem geeigneten Balkonkäfig ist, lohnt es sich auf jeden Fall, mit einem Volierenhersteller eine Lösung zu erarbeiten. Nur so wird der vorhandene Raum optimal genutzt und den Vögeln ein adäquates Raumangebot ermöglicht. Zu bedenken ist auch, dass zu kleine Unterbringungen auch stundenweise auf jeden Fall zu Problemen führen werden. Zu Beginn hatten wir unsere Mohren in einem Kleintierkäfig mit den Maßen 66*42*82 cm (Länge*Breite*Höhe) auf dem Balkon stehen. Die Vögel waren auch hier sichtlich gerne draußen auf dem Balkon, nach weniger als 30 Minuten begannen sie allerdings, sich zu streiten und zu triezen. Der Käfig war einfach zu klein, um ein friedliches Zusammensein zu ermöglichen. Nicht zu vernachlässigen sind im übrigen die oft schrillen Rufe der Mohrenkopfpapageien, die für manche Nachbarn nicht erträglich erscheinen. Grundsätzlich spricht m.E. nichts gegen eine stundenweise Haltung der Mohrenkopfpapageien auf dem Balkon, wenn die Ruhezeiten sowie die Sonn- und Feiertage berücksichtigt werden. Dennoch kann das ganze schnell eskalieren, wie bei uns geschehen. Um also zu vermeiden, einen Balkonkäfig ungenutzt herumstehen zu haben, sollte jeder Papageienhalter für sich abklären, inwieweit die Rufe der Vögel auf Verständnis in der Nachbarschaft stoßen!!! Hier habe ich einen recht guten Artikel zum Thema 'Papageien und Nachbarschaft', der im APN (Arbeitsgemeinschaft Papageien Netzwerk) veröffentlicht ist, verlinkt.
Hier geht es zu den Schallmessungen unserer Mohrenkopfpapageien im August 2006.