Vitamingaben und Propolis

Unabhängig von der Fütterung von Obst und Gemüse benötigen Mohrenkopfpapageien gerade in Zeiten erhöhter Belastung zusätzliche Vitamine. Solche Zeiten können sein: Mauser, Stress (z. B. durch Umzug, Baulärm, Tod des Partners...), Krankheit usw. Wir haben dabei ca. 3 Vitaminpräparate im Einsatz, die wir je nach Situtation ein- maximal zweimal in der Woche geben. Zuviele Vitamine sollten auch nicht gegeben werden - auch das kann negative Auswirkungen haben, gerade wenn schon eine andere Grunderkrankung, beispielsweises eine Schädigung der Niere, vorliegt. Wir kennen das vom Menschen: Hier wird zuviel Vitamin C über die Haut ausgeschieden - es entstehen juckende, rote Flecken auf der Haut. Dies gilt es also auch bei der Vitaminversorgung der Vögel zu bedenken: Eine Über- oder Unterversorgung mit Vitaminen kann zu Folgeproblemen führen. Wir haben folgende Vitaminpräparate in unserem Sortiment. Hier legen wir mittlerweile auch wert auf eine Versorgung mit natürlichen Präparaten wie Blütenpollen und Propolispulver.

Nekton MSA
Nekton MSA,
Mineralstoffgemisch mit Vitamin D3
Prime
Prime

Alternativ kann auch Korvimin ZVT verwendet werden. Dieses ist über den Tierarzt zu beziehen.
Da es jedoch einen starken fischigen Geruch hat, ziehen wir (und unsere Vögel) Prime vor.


Blütenpollen
Blütenpollen
Propolispulver
Propolispulver

Allgemeine Informationen zum Propolispulver

Zur Erklärung und Verwendung von Propolis (aus Papageien 6/2006, S. 198):

"Propolis, das von Bienen gesammelte Kittharz, besitzt ebenfalls hervorragende Eigenschaften. Sie ist eine vor allem von Blattknospen verschiedener Bäume abgesonderte harzige Masse, die von Bienen dazu verwendet wird, Spalten und Ritzen im Stock auszufüllen, bewegliche Teile zu befestigen oder eingedrungene und von den Bienen getötete Feinde, die nicht fortgeschafft werden können, zu überziehen. Propolis wirkt bakterizid und wird vielfach als das stärkste natürliche Antibiotikum angepriesen, das bereits lange vor Einführung synthetischer Antibiotika verwendet wurde. Im Gegensatz zu Letzteren ist bei Propolis keine Resistenzbildung zu erwarten."

Auf der Internetseite Kleintierfutter.ch werden die Bestandteile der Propolis aufgelistet:

"Propolis ist eine zähe, klebrige Masse, die die Blattknospen schützt und sie vor dem Austrocknen bewahrt. Ihre unterschiedliche Farbe hängt von der jeweiligen Pflanze ab, von der sie stammt. So kann sie dunkelbraun sein oder auch von heller Schattierung. Es gibt sie sogar in rötlicher oder violetten Färbung. Obgleich ihre biologisch aktiven Komponenten ihrer Herkunft entsprechend varrieren können, ergab eine Analyse der Propolis, die in fünfzehn verschiedenen Gebieten Russlands gesammelt worden war, die gleichen Bestandteile. Sie lassen sich etwa wie folgt aufgliedern:

Propolis soll reich an Fetten, Aminosäuren, organischen Säuren, gemischten Aethern aus einwertigen Alkoholen, des weiteren an Spurenelementen wie Eisen, Kupfer, Mangan, Zink sein und auch Gerbsäuren, Phytoncide und Antibiotika enthalten. Abgesehen davon hat sie einen hohen Gehalt an Vitaminen, besonders an solchen der B-Gruppe. Auch die Vitamine E, C, H, P sind vorhanden und das Provitamin A, da sie aus 5-10% Pollen besteht."

Laut Imkerei Müller ist Propolis wirksam gegen Bakterien und Viren:

"Die wertvollste Anwendungsweise von Propolis ist die als natürliches Antibiotikum. Das Bienenkittharz hat hochwirksame hemmende und abtötende Eigenschaften auf zahlreiche Bakterienstämme wie beispielsweise Staphylokokken oder Streptokokken. Außerdem wirkt Propolis auch antiviral, es ist dabei gegen Viren von unterschiedlichster Art äußerst hilfreich. In Frankreich, wo die Propolisforschung weiter fortgeschritten ist als in Österreich, wurde neuerdings auch die weit reichenden fungiziden (pilzabtötenden) Eigenschaften von Propolis wissenschaftlich nachgewiesen. Mit dem vielseitigen Kittharz können also auch Personen, die an Mykosen (Pilzinfektionen) leiden, erfolgreich behandelt werden."

Unter Wikipedia heißt es dazu: Propolis dient u. a. dazu, "Bakterien und Pilze, die in den Stock eingeschleppt werden könnten oder vorhanden sind, in ihrer Entwicklung zu hemmen oder sogar abzutöten."