Sanumtherapie: "Homöopathische" Behandlung der Aspergillose (als PDF)
Hinweis 2008: Rückblickend bin ich nicht mehr davon überzeugt, ob eine homöopathische Behandlung sinnvoll ist. Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass eine genaue Diagnose mit Blutanalyse und Endoskopie die Grundlage für eine gezielte Therapie bilden. Dr. Manderscheid meint dazu:
Eine Zeitlang war es Mode, an Aspergillose erkrankte Vögel mit den nebenwirkungsfreien Methoden der Homöopathie, mit Bachblüten, Magnetismus oder Pendeln zu therapieren. Der Papageienhalter hatte hierbei die Gewissheit, nichts Schlimmes bei seinem Vogel anrichten zu können. Manche „Heilmethoden“ werden hochgepriesen, vor allem von selbsternannten Tierheilern ohne jede fundierte Ausbildung, die entsprechend den bestehenden Gesetzen keine Medikamente verschreiben dürfen. Vergeuden Sie bitte keine Zeit mit wissenschaftlich fragwürdigen Therapien oder Methoden!
Dennoch wollen wir den folgenden Bericht unverändert stehen lassen. Schulmedizin ist in jedem Fall vorzuziehen!
Ende 2004 kontaktierten wir einen Tierheilpraktiker, der sich gut mit Papageien auskennt. Nach einer ausführlichen Erhebung der bisherigen Krankengeschichte stellte er einen Therapieplan zur Aspergillose-Behandlung unseres Mohrenkopfpapageis Mogli auf. Diese Therapie fand das erste Mal im Anschluss an die Imaverolbehandlung im Februar / März 2005 statt. Sie diente zum einen der Ausleitung des Imaverols. Zum anderen sollte über spezielle Präparate, die sowohl oral als auch vernebelt verabreicht werden, eine Apergillose-Behandlung geschehen (Sanumtherapie nach Prof. Enderlein).
Allgemeines zur Sanumtherapie: Isopathie
Pilze gehören zum Leben sie können sich aber auch "vom Freund zum Parasit" entwickeln und pathogene, also krankmachende Formen annehmen. Der gesunde Organismus kann diese Formen abbauen und unschädlich machen der kranke Organismus nicht. Hier setzt die isopathische Therapie (Sanumtherapie nach Prof. Enderlein) an: Durch bestimmte Mittel, die die Erregerform enthalten, kann das Symbiosegleichgewicht im Organismus wiederhergestellt werden. Isopathische Therapie handelt nach dem Grundsatz: „Gleiches mit Gleichem heilen“. In der Theorie sollte Aspergillose im Gegensatz zur schulmedizinischen Sicht vollständig heilbar sein. Ob die Sanumtherapie wirklich eine vollständige Heilung erbringt, mag m.E. berechtigt angezweifelt werden. Wir selbst würden uns schon im Fall unseres an Aspergillose erkrankten Papageis mit einer Verbesserung der Gesamtsituation zufrieden geben... In der Sanumtherapie wird gemäß ihrem Grundsatz bei Aspergillose-Behandlung mit Schimmelpilzpräparaten gearbeitet, die stark verdünnt oral und vernebelt verabreicht werden (beispielsweise aspergillus niger, penicillium chrysogenum...). Das Ziel der Sanumtherapie ist es, die Bedingungen im erkrankten Organismus so zu verändern, dass die Pilzerkrankung ausheilen kann. Es wird also nicht versucht, den Pilz zu vernichten, sondern ihn in sein ursprüngliches Gleichgewicht zurückzuführen. „Als Beispiel: bei der Anwendung von Penicillin vernichten die Gifte des Schimmelpilzes die bakteriellen Erreger. Sie töten zwar die Bakterie, belasten aber gleichzeitig mit den Giften den gesamten Organismus. Das Enderlein Präparat (Notakehl) dagegen besteht aus der Urform (Protit) dieses Schimmelpilzes. Die Urformen des eigenen Pilzes vereinigen sich ohne Anstoß von außen mit den krankheitserregenden Bakterien und bauen sie wieder zu ihren eigenen Urformen ab. Die Urformen können den Organismus über die Ausscheidungsorgane verlassen“ (siehe Linkliste: Kerngesund.ch) .
Gedanken zum Thema
Für diese homöopathische Behandlung sind eine Vielzahl von Mitteln (Globuli und Tropfen) erforderlich, die in ihrer Summe recht teuer in der Anschaffung sind. Wir waren deshalb gespannt, ob unser Mohr diese überhaupt problemlos zu sich nehmen würde. Nur zu gut hatten wir das Drama mit dem Sempera Liquid in Erinnerung. Aber: Beide Mohren lieben die Globuli sehr und warten auf ihre tägliche Ration der weißen Streukügelchen. Bei Globuli handelt es sich um Zucker- oder Saccharosekügelchen, die die mehr oder weniger stark verdünnte und zugleich potenzierte "Arznei" enthalten. Sonnenschmidt / Wagner empfehlen bei der Globuli-Gabe: "Geben Sie die Kügelchen von Hand - zahme Vögel lieben sie in der Regel - oder ins Obst oder Wasser, wo sie sich nach ein paar Minuten auflösen" (Sonnenschmidt / Wagner, Kraulschule, S.78).
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Hier erhalten beide Mohren ihr Globuli. Beide Vögel haben dabei ihre Pupillen verengt und rollen mit den Augen - ein Zeichen, dass es ihnen wirklich schmeckt... Auch die orale Gabe der Tröpfchen erwies sich als recht unproblematisch: Diese werden von uns auf Babykeks geträufelt. Ein absoluter Leckerbissen! Lediglich auf die Inhalation mit den entsprechenden Präparaten war Mogli nach 3,5 Wochen nicht mehr ganz so gut zu sprechen. Im Gegensatz zur Inhalation mit Imaverol ist die homöopathische Inhalation jedoch geruchsarm. Das Federkleid weist danach keinerlei unangenehmen Geruch auf. Abschließend kann gesagt werden, dass die homöopathische Behandlung sehr zeitintensiv ist und eine genaue Einhaltung die Therapieplans erfordert. Inwieweit diese homöopathische Herangehensweise eine Verbesserung der Gesamtsituation schafft, vermag ich noch nicht zu sagen. Fakt ist, dass wir froh sind, etwas für unseren an Aspergillose erkrankten Mohren tun zu können - zumal die homöopathische Behandlung eine sanfte und nebenwirkungsfreie Therapieform ist. Auch den Kontakt zu einem Tierheilpraktiker empfinden wir als positiv, da dieser uns während des ersten schweren Aspergillose-Schubs unseres Mohren mit seinem Wissen und seiner Erfahrung zur Verfügung stand. In der Linkliste ist seine Website angegeben.



