Literaturrecherche: Erklärungen und mögliche Lösungswege beim Federrupfen (als PDF)

Grundsätzlich kann schon am Anfang gesagt werden, dass meine Recherche in der mir verfügbaren Papageienliteratur zum Thema Partnerrupfen nicht sonderlich ergiebig war. Lediglich eine Autorin setzt sich explizit mit der Thematik auseinander: Sonnenschmidt / Wagner. Insofern möchte ich hier genauer auf ihre Ausführungen zur Thematik und auf ihre Lösungsvorschläge eingehen. Ich habe an dieser Stelle sämtliche Thesen zum Federrupfen, v.a. Selbstrupfen, aufgeführt, da sie natürlich auch beim Partnerrupfen eine gewisse Rolle spielen werden.

Erklärungen und Lösungswege, die von allen Autoren benannt werden

Einstimmig wird von allen Autoren folgendes Vorgehen beim Federrupfen befürwortet: Sollte man bei seinem Vogel Federrupfen feststellen, ist dringend ein Gang zu einem papageienkundigen Tierarzt angesagt. Dieser kann organische Erkrankungen und Allergien, die zum Rupfen bzw. Federverlust führen können, abklären und gegebenenfalls medikamentös entgegenwirken. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Ausführungen von Sandra Falb in Pirol (Linkliste): "Neben nicht idealen Haltungsbedingungen können auch Organschäden zum Rupfen führen. Leber- und Nierenschäden sind hierbei die häufigsten Ursachen. Diese wichtigen Stoffwechselorgane können schnell bei falscher Ernährung Schaden nehmen und ihre Aufgabe, den Vogelkörper von Giftstoffen zu befreien, nur noch teilweise erfüllen. Oft treten dann die Giftstoffe durch die Haut (das größte Organ) aus, was zu Juckreiz führen kann! Der Vogel kratzt sich vermehrt und versucht sich durch Ausreißen der Federn Linderung zu verschaffen" (Pirol April 2003). Liegt jedoch keine körperliche Ursache für das Rupfen vor, handelt es sich beim Federrupfen eindeutig um eine Verhaltensstörung. Wedel formuliert dies wie folgt: "Führt man sich das Leben der intelligenten, sensiblen Vögel in ihrem natürlichen Lebensraum vor Augen und vergleicht es mit dem oft trostlosen Dasein einzeln gehaltener Vögel, so liegt die Vermutung nahe, dass hier vom Vogel eine Fülle von Frustrationen, unerfüllten Bedürfnissen und die Unmöglichkeit, artspezifische Verhaltensweisen auszuleben, auf irgendeine Weise kompensiert werden müssen und dass das 'Rupfen' - natürlich nach Ausschluss organischer oder infektiöser Ursachen - eindeutig eine schwere psychische Störung darstellt" (Wedel, S.132).

Nicht artgerechte Papageienhaltung

Alle Autoren sehen eine Hauptursache für das Federrupfen in einer nicht artgerechten Papageienhaltung. Dies kann im einzelnen bedeuten:

Um dem Rupfen also entgegenzuwirken, gilt es, die Haltungsbedingungen zu optimieren hin zu einer möglichst artgerechten Papageienhaltung:

Drastische Veränderungen der Umgebung bzw. weitere Stress-Situationen

Weitere Ursachen. die das Rupfen auslösen können, sind in drastischen Veränderungen der Umgebung bzw. in weiteren Stress-Situationen zu suchen:

An dieser Aufzählung wird deutlich, wie vielfältig die Ursachen, die zum Rupfen führen können, gelagert sind. Häufig sind auch mehrere Ursachen daran beteilt, wenn ein Papagei anfängt, sich selbst zu rupfen. Vom Papageienhalter ist jetzt eine ausgiebige Ursachensuche gefragt mit dem Ziel, die entsprechenden Faktoren zu verbessern und zu optimieren, um dem Papagei ein möglichst artgerechtes Leben zu ermöglichen. Allerdings bleibt zu berücksichtigen: "Der Gewöhnungseffekt des Rupfens ist stark, weshalb erkrankte Vögel oftmals schwer davon abzubringen sind, selbst wenn sich ihre Lebensumstände deutlich zum Positiven verändert haben" (Wedel, S.133f).

Fehlprägung handaufgezogener Papageien

Die Fehlprägung handaufgezogener Papageien kann ebenfalls eine wesentliche Rolle beim Federrupfen spielen. Handaufgezogene Tiere haben häufig nicht gelernt, sich die Federn richtig zu pflegen: "Normalerweise lernen Jungvögel in ihrem Eltern- und Geschwisterverband ein vogelübliches Verhalten sowie die richtige Gefiederpflege. Man weiß, dass der Drang zum Sichputzen angeboren ist, das 'Wie' aber erlernt werden muss. Manche Vögel wissen demnach, dass sie sich putzen müssen, haben es aber nie richtig gelernt. Sie rupfen daher mehr an ihren Federn in der Hoffnung, sich zu 'säubern'" (WP 3/2004, S.53). Hier möchte ich allerdings auf die Unterschiede bezüglich der Art der Handaufzucht aufmerksam machen: Handaufzucht ist nicht gleich Handaufzucht!

Viele Autoren sehen eine sinnvolle Alternative zu handaufgezogenen Papageien darin, Naturbruten schon im jungen Alter an Menschen zu gewöhnen. Wagner betont beispielsweise: "Die Naturbrut ist für den Papagei und seinen Halter die beste Voraussetzung für viel Freude aneinander. Zwanghaftes Verhalten und Neurosen wie Schreien, Federrupfen, Beißen etc. bleiben bei einem Papagei, der in einer ausreichend großen Voliere gehalten wird, einen Partnervogel und Freiflug im Zimmer hat, ganz sicher die große Ausnahme" (Wagner, S.84). In diesem Zusammenhang möchte ich auf die überaus gelungene Seite von Jens Drebenstedt (siehe Linkliste) verweisen, der versucht, eben diesen Weg mit seinen Nachzuchtvögeln zu gehen.

Rupfen bei Eintritt in die Geschlechtsreife

Laut Wedel beginnen viele Papageien nach dem Eintritt in die Geschlechtsreife mit dem Federrupfen (Wedel, S. 132). Mögliche Ursachen (WP 4 /2004, S. 26ff) können hier sein:

Gedanken einzelnen Autoren zum Thema

Im folgenden habe ich die Erklärungsmodelle dargestellt, die die einzelnen Autoren zum Thema 'Federrupfen' über das bisher genannte hinaus machen. Die folgenden Ausführungen sind nach Büchern und Autoren geordnet.

Wagner, Rudolf K.: Unser Mohrenkopfpapagei. Heimvogel-Haltung und Zucht von Langflügelpapageien. Mit Beiträgen von Lars Lepperhoff, Ittigen, Schweiz und med.vet. Angelika Wedel, Berlin. Verlag Michael Biedenbänder, 2001.

Generell bezeichnet Wagner Mohrenkopfpapageien als widerstandfähige Vögel, die nicht zum Selbstrupfen neigen (S.39). Gelegentlich komme jedoch Partnerrupfen vor: "Auch gegenseitiges Federrupfen kommt gelegentlich vor. Es konzentriert sich oft auf das Gefieder oben auf dem Kopf und die Ohrendecken oder auch im Nacken des Partners. Lange wird dann auf den kleinen Federn herumgekaut" (S.39). Erklärungen für das Partnerrupfen liefert Wagner allerdings nicht. Auf S.114 geht er bei der Kurzbeschreibung der Rüppellspapageien nochmals kurz auf die Thematik ein: "Ohne Ablenkung und Spielzeug... fangen sie an, sich aus lauter Langeweile gegenseitig die Federchen vom Kopf zu rupfen. Als Kaugummi dienen sie dann ein Zeitlang - so lange, bis das nächste Federchen dran ist" (S.114). Dieses Erklärungsmodell greift m.E. zu kurz. Langeweile als Ursache und Erklärung für das Partnerrupfen und dann in weiterer Konsequenz ein abwechslungsreicher Alltag als Lösungsansatz gegen das Partnerrupfen?

Ebenfalls im Buch von Rudolf Wagner nachzulesen, ist der Bericht von Lars Lepperhoff über die Haltung zweier Mohrenkopfpapageien (S.49ff):
Lepperhoff selbst hielt früher zwei handaufgezogene Mohrenkopfpapageien, bei denen sich im Lauf der Zeit eine ausgeprägte Rangordnung entwickelte. Der Mohr, der vom anderen 'unterdrückt' wurde, begann, sich selbst die Federn an Brust und Bauch auszureißen. Lepperhoff ließ daraufhin eine Geschlechtsbestimmung durchführen und fand heraus, dass es es sich bei den beiden Mohren um zwei Männchen handelte. Er separierte sie daraufhin und versuchte, das dominantere Tieren mit einer Mohrenhenne zu verpaaren. Den sich rupfenden Mohr versuchte er, mit Farbtherapie, Haltungsänderungen und homöopathischen Mitteln vom Rupfen abzuhalten - alles erfolglos. Ein Besuch bei Rosina Sonnenschmidt erbrachte, dass der rupfende Mohr "eine ganz seltene Konstitution" aufwies (S.52). Leider wird diese Konstitution und deren Bedeutung für das Rupfen nicht näher ausgeführt: Zwar hätte sich der Gefiederzustand des Mohren leicht gebessert durch eine entsprechende homöopathische Therapie - das Rupfen hätte der Mohr jedoch nie komplett eingestellt. In letzter Konsequenz entschied sich Lepperhoff deshalb, diesen Mohr in einer großen Gemeinschaftsvoliere zu vergesellschaften, um ihm ein artgerechtes Leben zu ermöglichen.
Lepperhoff rät aufgrund seiner eigenen Erfahrungen nun ab, zwei gleichgeschlechtliche Tiere zusammen zu halten - um ein gegengeschlechtliches Paar zusammenzustellen, ist eine Geschlechtsbestimmung mittels DNA-Analyse angesagt. Auch den Handaufzuchten steht Lepperhoff kritisch-ablehnend gegenüber; besser sei es, Naturbruten schon im jungen Alter an Menschen zu gewöhnen, vgl. meine Ausführungen zum Thema. Lepperhoff weist zudem daraufhin, dass Mohren eine 'schwierige Psyche' hätten (S.57): Mohren kämen nicht damit klar, wenn Menschen nahe am Käfig stehen und sie direkt ansehen würden. "Gerade darum haben viele ein nervöses Kopfschütteln entwickelt, das zu einem späteren Zeitpunkt in Rupfen übergehen kann. Manchmal äußert sich das Unwohlsein auch in Verlegenheitsgesten wie ruckartiges Putzen des Gefieders oder das Zum-Kopfe-Führen einer Kralle und das anschließende nervöse Knabbern an den Nägeln" (S.57f). Lepperhoff schließt sich nun der Meinung von Sonnenschmidt an, dass afrikanische Papageien besonders sensibel auf den Raubtierblick des Menschen (beide Augen schauen nach vorne) reagieren würden. Positive Veränderungen im Verhalten der Papageien würden häufig dann eintreten, wenn der Mensch die Tiere nicht mehr direkt anschaue. Als weitere Elemente zur Optimierung der Haltungsbedingungen nennt Lepperhoff im Anschluss an Sonnenschmidt: Volierengröße (hier nennt er als Mindestgröße einen Zimmerkäfig mit den Maßen 1*0,7*2 / l*b*h), farbige Wände (hier v.a. die Farben grün, blau, gelb), Pflanzen, Tageslichtlampen, Tageslicht, heller Standort, frische Äste (S.58).

Wedel, Angelika: Ziervögel. Erkrankungen - Haltung - Fütterung. Parey, 1999.

Über die bisherigen Erklärungen zum Federrupfen hinaus führt Wedel folgende Faktoren an, die zum Rupfen beitragen können:

Wedel wendet sich offen gegen Patentrezepte, die häufig gegen das Rupfen benannt werden: "Schwache Salz- und Jodlösungen, die den Stoffwechsel anregen sollen, das Einkerben des Unterschnabels, das Besprühen mit bitter schmeckenden Essenzen, das Anlegen eines Halskragens oder die Verabreichung von Psychopharmaka (!!) können naturgemäß die Problematik nicht in den Griff bekommen" (S.134). Wedel sieht Lösungsansätze einzig in einer Optimierung der Haltungsbedingungen.

Künne, Hans-Jürgen: Die Ernährung der Papageien und Sittiche. Arndt-Verlag, 2000.

Künne weist daraufhin, dass Verhaltensabweichungen oder Verhaltensstörungen (wie Rupfen) häufig aus Langeweile entstehen. Die Tiere sollten nun durch ein entsprechendes Futterangebot, mit dem sie sich intensiv beschäftigen sollten, abgelenkt und unterhalten werden: Hierzu zählen beispielsweise kleine Sämereien, Leckerbissen müssen erarbeitet werden, frische Äste und Zapfen usw. (S.108ff). Einige Züchter berichteten laut Künne, dass ihre Papageien (v.a. Amazonen) nach der zusätzlichen Gabe von Vitamin E mit dem Federrupfen begannen (S.22). Lösung wäre also, die zusätzliche Gabe von Vitamin E einzustellen. Auch ein Mangel an tierischen Eiweißen kann laut Künne zu Federrupfen führen: Ein Edelpapageien-Weibchen begann während der Jungenaufzucht, die Jungtiere zu rupfen. Der Vogel erhielt daraufhin mehr tierisches Eiweiß - das Rupfen wurde eingestellt. Ähnliches wurde über die Aufzucht von Loris berichtet (S.81). Künne weist daraufhin, dass Hormonstörungen u.U. mitverantwortlich für das Rupfen sein können (S.148). Zusätzliche Hormongaben, beispielsweise in Form von Injektionen, könnten hier einen Lösungsweg darstellen. Auch von dem von uns besuchten Tierarzt wurde die Hormongabe angeführt, die allerdings bisher wohl nur an Graupapageien näher untersucht sei. Für uns selbst kommt ein solcher Schritt nicht in Frage.

Low, Rosemary: Papageien sind einfach anders. Eigenheiten verstehen und Verhaltensprobleme lösen. Ulmer, 2001.

"Wird ein Papagei ständig an der selben Stelle von jemandem gekrault, der entweder Nikotin oder ölige Chipsreste auf der Hand hat, kann es sogar dazu kommen, dass sich der Vogel in diesem Bereich die Federn rupft" (S.56). Die von Low genannten Verunreinigungen der Hände können wir bei uns mit Sicherheit ausschließen, dennoch bleibt der Grundgedanke überlegenswert: Kann es sein, dass unser Hahn Mogli seinem Weibchen die Federn im Nacken rupft, weil diese nach uns riechen? Möglich wäre dies, ist jedoch relativ unwahrscheinlich, da das Partnerrupfen auch von anderen Mohrenhaltern beschrieben wurde, deren Weibchen weniger zahm sind als unsere Ali und die sich nicht vom Menschen kraulen lassen. Low benennt weitere Ursachen, die das Rupfen mitbedingen können: "Das Rupfen kann auch durch Mangelernährung (an Vitamin A, Mineralien oder Aminosäuren) oder einen Überschuss an bestimmten Stoffen, sowie durch eine Allergie (gegen bestimmte Nahrungsmittel wie bestimmte Körner oder Körnerstaub) verursacht werden. Auch eine Zink- oder andere Schwermetallvergiftung kann verantwortlich sein. Ein Papagei kann kleine Mengen an Zink aufnehmen, die sich über einen gewissen Zeitraum hinweg ansammeln. Es kann von irgendeinem Gegenstand kommen, mit dem der Papagei täglich in Berührung kommt: ein Futternapf, eine Schaukel aus verzinktem Metall oder ein anderer Teil des Käfigs" (S.69). "Überlegen Sie, ob in letzter Zeit Aerosole oder Haushaltsreiniger - einschließlich Teppichreiniger - verwendet wurden. Wenn ja, dürfen sie nicht in dem Zimmer verwendet werden, in dem sich der Papagei befindet" (S.70) Solche Überlegungen scheinen mir recht vernünftig und zeigen, wie differenziert eine Ursachensuche stattfinden muss. Low weist daraufhin, dass manche Papageienweibchen - unabhängig davon, ob sie einen Partner haben - mit der Geschlechtsreife damit beginnen, sch die Brustfedern zu rupfen. Dieses Verhalten sei dann jedes Jahr ungefähr um die gleiche Zeit im Monat Mai zu beobachten. Dazwischen würden die Federn erneut wachsen.  Anmerkung: Auch Mogli begann mit dem Partnerrupfen ungefähr im Monat Mai. Ende August können wir ihn allerdings immer noch bei dieser Tätigkeit ertappen... Um dem Federrupfen entgegenzuwirken, sollte der Papageienhalter es laut Low ignorieren.: "...sollten Sie niemals schreien oder mit ihm schimpfen, weil er (= der Papagei) es sonst für ein Mittel hält, Ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken" (S.70). Low rät der Bezugsperson stattdessen, den Raum zu verlassen und den Papagei auf diese Art zu konditionieren: Federrupfen - Bezugsperson geht weg. Als einen Erklärungsansatz für das Rupfen führt Low aus: "Es gibt einen Tierarzt, der der Meinung ist, dass dieses Verhalten als Sucht bezeichnet werden könnte, weil beim Ausreißen einer Feder Endorphine freigesetzt werden. Dabei handelt es sich um natürliche Hormone, die Schmerzen unterdrücken und Glücksgefühle auslösen. Die Anwendung eines Endorphinblockers wie Naltrexon könnte die Antwort darauf sein" (S.71). Sorry - wer solche Ausführungen so unkommentiert stehen lässt wie Rosemary Low an dieser Stelle, disqualifiziert sich in meinen Augen selbst!!! Der hier dargestellte "Lösungsweg", auch wenn Low ihn im Konjunktiv niederschreibt, ist ist m.E. Schwachsinn. Wenn solche Gedanken wiedergegeben werden, dann sollte dazu auch kritisch Stellung bezogen werden!

Pirol. Das Magazin vom Vogelnetzwerk. April 2003. Online-Ausgabe: http://www.pirol.de (vgl. Linkliste) - Sandra Falb: Das Federrupfen.

Ausführlich geht die Autorin auf einen Kalziummangel ein, der möglicherweise eine Rolle beim Federrupfen spielt. "Eine weitere Ursache des Rupfens können Mangelerscheinungen sein. Neben dem Rupfen kommt es hierbei vermehrt auch zum Fressen der Federn, sowohl der eigenen als auch der des Partnervogels". "Viele Papageien in Menschenobhut leiden unter Vitamin- oder Mineralstoffmangel. Z.B. wird Kalzium vermehrt während der Mauser oder Brut benötigt, um neuen Federn bilden oder ein Ei legen zu können. Ist die körpereigene Reserve aufgebraucht und führt man kein Kalzium zu, entdecken viele Vögel neu wachsende Federn als potentielle Mineralstofflieferanten! Natürlich erkennt jeder bei näherer Betrachtung, dass dies zu einem Teufelskreis führt. Der Vogel zieht die durchblutete Feder aus und frisst sie, die nachwachsende Feder benötigt aber wiederum Mineralstoffe und der Vogel kann somit seinen Bedarf nicht abdecken! Abhilfe schafft man nur durch abwechslungsreiche Ernährung und falls erforderlich durch Zufüttern geeigneter Präparate, wobei man aber Art, Anwendungsdauer und Dosierung mit einem Tierarzt abklären sollte. Der Tierarzt ist auch in der Lage, Vitamin und Mineralstoffmängel durch eine Blutuntersuchung festzustellen!"