Farbtherapie bei Papageien (als PDF)

Allgemeines

Hinter der Farbtherapie, wie Sonnenschmidt / Wagner sie beschreiben, steht ein 'komplexes' Gedankengebäude: Mir selbst sind die einzelnen Elemente, wie Aura, farbige Energie, Schwingungen, unsichtbare Farben etc. nicht immer schlüssig. Manches gehört für mich durchaus in den esoterischen Bereich. Dennoch möchte ich die positiven Elemente, die mir die Farbtherapie bietet aufgreifen und umsetzen:

Generell wird in der Farbtherapie unterschieden zwischen Bestrahlungsfarben und Anstrichfarben.

Anstrichfarben

Anstrichfarben werden in Form von Bildern oder Folien in die Nähe des Vogels gebracht. Laut Sonnenschmidt ist die farbliche Gestaltung des Vogellebensraumes eine dringende Notwendigkeit, weil dadurch das Immunsystem des Vogels gestärkt wird. "In gewisser Weise erlebt der Vogel so eine sanfte Dauertherapie. Man holt ihm ein Stück Natur in seine Gefangenschaft..." (Sonnenschmidt, Kraulschule..., S.26). Wir selbst haben beispielsweise die Volierenrückwand mit einer Fototapete beklebt und anschließend abwaschbar gemacht. Diese Fototapete wird nach Falb als Anstrichfarbe gewertet und ebenfalls in den Bereich 'Farbtherapie' gezählt. Geeignete Farben für eine farbenfrohe Gestaltung der Vogelumgebung sind laut Sonnenschmidt die Farben der Natur: Blau wie der Himmel, grün wie die Bäume und gelb wie die Sonne. Die Farbtöne sollten dabei nicht grell und aufdringlich, sondern eher sanft und hell wirken. Bäume und Pflanzen wirken zudem positiv auf das Wohlbefinden des Vogels und auf die Luftfeuchtigkeit.

Voliere mit Fototapete

Bestrahlungsfarben

Die Bestrahlung mit farbigem Licht stellt in meinen Augen den Kernbereich der Farbtherapie dar. Laut Falb werden diese Farben Bestrahlungsfarben genannt. Bestrahlung mit farbigem Licht ist laut Sonnenschmidt / Wagner dann angesagt, wenn die Balance zwischen Körper, Geist und Seele nicht mehr gegeben ist, wie dies z.B. beim Partnerrupfen der Fall ist. Farbtherapie dient dann der Wiederherstellung des harmonischen Gleichgewichts und damit der Gesundung des Vogels. Das farbige Licht kann beispielsweise durch eine farbige Glühbirne erzeugt werden, die anstelle einer normalen Glühbirne in die Lampe eingesetzt wird. Ebenso ist es möglich, die Lampe mit farbigem Transparentpapier zu verkleiden bzw. mit einem farbigen Tuch abzuhängen. Hier ist dann dringend auf den notwendigen Abstand des Papiers / Tuchs zur Glühbirne zu achten, damit das Material nicht anschmort!!! Wichtig bei der Farbtherapie ist, dass der Vogel vollständig im farbigen Lichtschein sitzen kann. Gleichzeitig soll er aber auch die Möglichkeit haben, diesen Bereich komplett zu verlassen. Laut Sonnenschmidt / Wagner ist bei Partnerrupfen eine Farbtherapie mit den Farben 'orange' und 'blau' angesagt: Diese Farben beruhigen den rupfenden und stärken den geschwächten Vogel. Gearbeitet wird hier also mit der Grundfarbe 'Blau' und der entsprechenden Komplementärfarbe 'Orange': In der Farbtherapie unterscheidet man zwischen Wachstums- und Hemmungsstrahlen. Wachstumsstrahlen haben eine anregende Wirkung auf den Körper und den Geist (z.B. orange). Hemmungsstrahlen haben eine eher hemmende und beruhigende Wirkung (z.B. blau). Bestrahlt wird mit den beiden Farben nacheinander jeweils für eine Dauer von 20 Minuten. Wir haben uns mittlerweile schon mit einer Lampe und farbigen Glühbirnen eingedeckt, so dass wir nächstes Jahr gleich mit der Farbtherapie beginnen können, sobald wir Partnerrupfen bzw. eine erhöhte Beschäftigung mit Alis Nackengefieder feststellen können.

Blaues Licht gelbes Licht