Fototapete als abwaschbare Volierenrückwand
Im Februar 2010 entschieden wir uns, die Fototapete zu entfernen und durch ein gemaltes Airbrush-Bild zu ersetzen. Insgesamt waren wir sehr zufrieden mit der Fototapete als Volierenrückwand. Allerdings gab es auch Kritikpunkte an der Lösung "Fototapete als Volierenrückwand", die wir im folgenden benennen wollen.
- Zwischen Fototapete und Plexiglas setzte sich im Lauf der Jahre Schmutz ab, wie beispielsweise dünnflüssiger Kot.
- Auch das Putzwasser hinterließ gerade am Bodenbereich unschöne Ränder an der Fototapete.
Nach fünf Jahren entschieden wir uns also, die Fototapete zu entfernen und suchten nach einer geeigneten Lösung: siehe Airbrush als Volierenrückwand.
Mai 2005 bis Februar 2010: Fototapete und Plexiglas
Im Mai 2005 haben wir die erweiterte Voliere mit Fototapete überzogen und abwaschbar gemacht. Da dies mittlerweile die zweite Fototapete ist, die wir als Volierenrückwand befestigt haben, wollen wir hier beschreiben, wie dies sinnvoll zu bewerkstelligen ist. Eins vorweg: Insgesamt ist es eine recht kostspielige Angelegenheit, die Volierenrückwand abwaschbar mit Fototapete zu verkleiden. Wir selbst haben für die komplette Gestaltung der Rückwand knapp 130 € investiert - davon 35 € für die Fototapete, 30 € für Powerstrips, 13 € für Klebeband und knapp 50 € für Plexiglas.
Die weiße Rückwand unserer Voliere hat eine Fläche von 225*180 cm - sie ist dabei in 6 gleichgroße Rechtecke (Segmente) unterteilt. Ohne farbige Rückwand sieht die Voliere steril aus. Obst- und Kotreste sind schon nach wenigen Stunden auf der weißen Fläche zu erkennen. Die Äste und die Vögel werfen unschöne Schlagschatten auf die Rückwand.
Mit Fototapete sieht die Voliere einladend und freundlich aus. Obst- und Kotreste fallen auf der farbigen Fläche nicht als Verschmutzungen auf. Dies soll natürlich nicht bedeuten, dass man die Rückwand nicht mehr reinigt... Die Farben wirken zudem positiv auf das Wohlbefinden der Vögel - siehe hierzu: meine Ausführungen zur Farbtherapie nach Sonnenschmidt.
Im folgenden haben wir die einzelnen Arbeitsschritte für das Anbringen der abwaschbaren Fototapete ausführlich dokumentiert:

Die einzelnen Segmente der Rückwand werden sorgfältig und großzügig mit doppelseitigem Textilklebeband abgedeckt. Pro Segment haben wir hier ca. 7 Meter Klebeband verwendet. Ein Rückwandelement ist bei unserer Voliere in zwei Segmente unterteilt. Unsere komplette Volierenrückwand besteht aus 3 Volierenelementen, sprich 6 Segmenten. Ein Segment hat bei uns eine Fläche von ca. 87*71 cm. Wichtig: Die Rückstände des Klebebandes lassen sich mit Waschbenzin vollständig entfernen, ohne dass die Volierenrückwand angegriffen wird. Eine gute Durchlüftung der Räume während und nach der Arbeit mit Waschbenzin ist hier unerlässlich. Die Vögel müssen in dieser Zeit in einem anderen Zimmer untergebracht werden.

Die Fototapete wird so zurechtgeschnitten, dass die einzelnen Tapetenstücke die richtige Größe für die Segmente haben. Dies erfordert ein sehr genaues Arbeiten. Die gekaufte Fototapete setzt sich je nach Größe aus 4-8 Teilen zusammen. Je nach Größe der Fototapete muss man sich im Vorfeld auf einen bestimmten Bildausschnitt festlegen. Hier ist es wichtig, den Bildausschnitt so zu wählen, dass der Tapetenzuschnitt möglichst gering gehalten wird. Für unsere Volierenrückwand aus 6 Segmenten bedeutet dies, den Bildausschnitt so zu wählen, dass sich die Fototapete nur bei zwei Segmenten aus zwei Teilen zusammensetzt. Bei den restlichen 4 Segmenten besteht das aufzuklebende Tapetenstück nur aus einem Teil.
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Ist die Fototapete mit Hilfe des Klebebandes auf der Volierenrückwand befestigt, wird die Tapete nun in regelmäßigem Abstand mit Powerstrips beklebt. Möglich wäre natürlich auch doppelseitiges, durchsichtiges Klebeband. Da wir dies allerdings in keinem Baumarkt finden konnten, verwendeten wir die Powerstrips von Tesa. Diese sind transparent und beidseitig klebend. Sie sind für die Befestigung von leichten und flachen Gegenständen geeignet. Pro Segment verwendeten wir 20 Powerstrips (1,25 Pakete).

Anschließend wird das zurechtgeschnittene Stück Plexiglas der Stärke 1 mm auf der Fototapete mit Hilfe der Powerstrips befestigt. Dieses Plexiglas wird im Baumarkt aufgerollt gelagert und am laufenden Meter verkauft. (Es wird beispielsweise für überdachte Pflanzbeete verwendet.) Das abgeschnittene Stück Plexiglas hat weiterhin die Tendenz, sich zu biegen. Es ist deshalb notwendig, das Plexiglas zu plätten. Wir selbst hatten 6 Stücke Plexiglas gekauft und ca. 6-8 Wochen unter einem Teppich gelagert. Nur so ist es möglich, das Plexiglas relativ spannungsfrei an der Volierenrückwand zu befestigen. Andernfalls hätte das Plexiglas eine viel zu große Spannung gehabt und sich möglicherweise von der Fototapete gelöst, schlimmstenfalls die Tapete teilweise vom Rückelement gerissen. Wichtig: Das Plexiglas darf nicht mit Stahlschwämmen o.ä. gereinigt werden, da es sonst verkratzt und blind wird.
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Bis 2005: Fototapete mit Klebefolie
Natürlich gibt es auch andere Möglichkeiten, die Fototapete abwaschbar zu gestalten. Unsere erste Fototapete befestigten wir ebenfalls mit doppelseitigem Klebeband auf der Volierenrückwand. Wir überzogen sie allerdings mit transparenter Klebefolie. Dieses Vorgehen hat sich auf folgenden Gründen als nicht sinnvoll erwiesen:
- Es gestaltete sich ziemlich schwierig, die Segmente mit einer Fläche von 0,6 m² mit einem Stück Klebefolie zu überziehen: Es war fast unmöglich, die Klebefolie so anzusetzen, dass sie keine Wellen und Blasen warf. Zum Schluss war die Fototapete mit Wellen, Beulen und Luftblasen übersät. Zwar war es möglich, diese Schönheitsfehler weitgehend auszubessern! Schlimm wurde das Ganze erst durch die Papageien...
- Erstmals durch die mit Klebefolie überzogene Fototapete zeigten unsere Mohren Interesse an der Volierenrückwand. Es dauerte bei uns keine 24 Stunden, und die Fototapete samt Klebefolie war überall dort abgefressen, von wo aus die Vögel problemlos die Rückwand erreichen konnten - sprich von den Seitenteilen der Voliere und vom Deckenelement hängend waren bald die ersten Zentimeter Tapete abgefressen und mutwillig abgerissen. Abgesehen davon, dass dies für die Mohren natürlich nicht gesund ist, hatten wir in den Tagen natürlich eine Mordswut auf unsere Vögel. Die zerstörte Fototapete wurde von uns durch Reststücke der Tapete ersetzt und anschließend mit Plexiglas verkleidet. Daher also unsere präsentierte Lösung! Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Plexiglas in stärkerem Maß zu Reflektionen neigt (siehe folgende Bilder) als die selbstklebende Folie dies getan hat.





