Tiermedizinische Bücher
Wedel, Angelika: Ziervögel. Erkrankungen - Haltung - Fütterung. Parey, 1999.
Dieses tiermedizinische Buch wendet sich laut Vorwort der Autorin an praktizierende Tierärzte und Studierende der Veterinärmedizin: Es handelt sich also um ein Fachbuch höchsten Grades, was die Beschreibung und Behandlung von Vogelkrankheiten angeht. Auch für den privaten Halter von Papageien mag das Buch interessant sein, eröffnet es doch Einblicke in die Tiermedizin bezogen auf Papageien und Sittiche. Allerdings ist dem Laien in der Vogelmedizin (und ich schließe mich hier mit ein...) nicht immer alles verständlich, angefangen bei medizinischen Fachbegriffen und Sachverhalten über Therapie- und Behandlungsversuche. Dennoch muss erwähnt werden, dass die abgebildeten Fotos eine sehr deutliche und unmissverständliche Sprache sprechen... Allein von den Bildern her würde ich eindeutig sagen: Nichts für schwache Nerven! Was dem Leser ganz deutlich wird nach der Lektüre dieses Werkes ist zweierlei: Erstens: Wenn der Vogel erste Krankheitszeichen zeigt, ist die Erkrankung schon recht weit fortgeschritten. Für eine Behandlung kann es dann bereits zu spät sein. Zweitens: Vielen Erkrankungen stehen die Tiermediziner zudem machtlos gegenüber - es existieren bislang noch keine adäquaten Behandlungsmöglichkeiten... Das Buch eignet sich m.E. hervorragend für die oben genannten Zielgruppen und für den passionierten Papageienhalter, der genauestens über (mögliche) Krankheiten seiner Vögel informiert sein möchte und genug Wissen hat, die Behandlungsmethoden seines Tierarztes kritisch zu hinterfragen. ***als Nachschlagewerk: der Pschyrembel der Vogelmedizin***
Meine Empfehlung: ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Dühr, Doris: Notfallhilfe für Papageien und Sittiche. Arndt, 1999.
Bei diesem Buch handelt es sich um einen Erste-Hilfe-Kurs für Papageien- und Sittichhalter: Das Buch soll dem Vogelhalter helfen, Notfallsituationen seiner Tiere zu erkennen und adäquat darauf zu reagieren. Dabei verdeutlicht die Autorin mit Nachdruck, dass es in diesen Notfallsituationen meist um Leben oder Tod des Vogels geht: Der Tierarztbesuch ist immer dringend angeraten, um den Vogel weitergehend zu behandeln und zu untersuchen. Die Erste-Hilfe-Maßnahmen sollen einen Tierarztbesuch somit nicht ersetzen: Vielmehr können sie für den Vogel lebensrettend sein, bis ein behandelnder Tierarzt aufgesucht werden kann. Das Anliegen des Buches ist somit ein durchaus sinnvolles: Der Vogelhalter soll sich im Vorfeld Gedanken über den 'Notfall' machen, so dass er bei Bedarf gezielt und ruhig handeln kann. Dazu gehört neben dem Wissen um Erste-Hilfe-Maßnahmen auch das Zusammenstellen einer Notfallapotheke und die griffbereite Adresse und Telefonnummer eines Vogeltierarztes bzw. einer Tierklinik. Absolut hilfreich, da alphabetisch geordnet, sind die einzelnen Notfallsituationen aufgebaut: Sie ermöglichen im Notfall ein gezieltes Nachschlagen und Handeln. Gegliedert sind die einzelnen Situationen, wie Atemnot, Blutungen oder Vergiftungen, in die drei Unterpunkte Anzeichen - Ursachen - Behandlung. In einem separaten Kapitel geht Dühr auf alternative Heilmethoden ein: Sie weist daraufhin, dass in Notfallsituationen der Vogel schnellstmöglich in fachkundige Hände gelangen sollte: "Ein Herumexperimentieren mit alternativen, aber auch schulmedizinischen Mitteln kostet wertvolle Zeit und den Vogel möglicherweise das Leben" (S.65).
Meine Empfehlung: ![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
