Poicephalus
| Käfigausstattung: Bodenbelag, Äste, Astbefestigung |
Einrichtung InnenvoliereUnsere Innenvoliere besitzt eine Drehfütterung mit 3 Edelstahlnäpfen à 0,4l. Zusätzlich bieten wir eine große Badeschale an, die die Vögel auch zum Trinken verwenden. In zwei zusätzlichen Näpfen bieten wir Grit und Vogelmineralien bzw. weiteres Körnerfutter an. Die Näpfe werden bei geschlossener Drehfütterung durch ein L-förmig gebogenes Aluminiumblech gesichert. So können die Vögel die Näpfe nicht anheben und ggf. aushängen.
Auf dem Boden der Innenvoliere haben wir einen Naturniststamm stehen, der momentan als Abstellmöglichkeit für die Obstschale verwendet wird. Wir selbst versuchen, unsere Voliere wöchentlich - zumindest teilweise - umzudekorieren, um die Vögel zu beschäftigen und so einer aufkommenden Langeweile vorzubeugen: Alte Äste werden durch neue ersetzt und Spielzeug wird ausgetauscht. Im Juni 2007 haben wir ein Spielzeug-Klettergerüst für unsere Mohren gebaut. Ein ähnliches Spielzeug gibt es von einem bekannten Anbieter zu kaufen, allerdings kostet dieses dann knappe 100 Euro. Also entschieden wir uns, ein eigenes Klettergerüst für unsere Mohren herzustellen. Wir verwendeten hierzu: Bambusstangen als senkrechte Hölzer, geriffelte Rundhölzer als Sitzhölzer und einen Nachfüll-Set von farbigen Holzstücken. Entstanden ist ein sehr großes Spielzeug, welches nun in der Voliere hängt und von unseren Mohren als Sitzmöglichkeit angenommen wird.
Welcher Bodenbelag ist geeignet?Wir hatten bereits andere Bodenbeläge im Einsatz, von denen uns viele auf Dauer nicht überzeugen konnten: BuchengranulatBeim Buchenholzgranulat können Obststücke nicht gut ausgesiebt werden - im Sommer können sich hier Fruchtfliegen problemlos vermehren. Desweiteren haben wir häufig von Schrotstücken gelesen, die angeblich im Buchengranulat enthalten sind. Werden sie vom Vogel aufgenommen, können sie aufgrund des enthaltenen Bleis zum Tod des Tieres führen. Uns war es schlussendlich zu riskant, Buchengranulat weiterzuverwenden, da unsere Mohren sich häufig auf dem Boden aufhalten. Zudem ist Buchengranulat nicht saugfähig. SandSand ist sehr preiswert. Für eine Grundfläche von 2,25 m² benötigt man jedoch mindestens einen 25-Kilo-Sack, was eine ziemliche Anstrengung bedeutet, diesen in den ersten Stock zu schleppen. Obst und Kot lassen sich leicht mittels Kotschaufel entfernen; nach spätestens zwei Wochen geht vom Sand allerdings ein leichter unangenehmer Geruch aus. Desweiteren findet sich der Sand in der gesamten Wohnung wieder; für Parkettfußböden ist Sand nicht besonders geeignet. MaisgranulatVom Maisgranulat waren wir lange Zeit sehr begeistert. Es ist zwar ziemlich teuer - ein 20kg Sack kostet ca. 20 Euro. Es ist jedoch in der Anwendung ergiebiger als Sand. Maisgranulat lässt sich sehr gut mit einer Katzenkotschaufel aussieben. Das Material ist sehr saugfähig, da es zusammenklumpt. Die Vögel haben sich sehr gerne auf dem Boden aufgehalten und mit dem Maisgranulat gespielt. Maisgranulat hat - neben dem Preis - jedoch eine unangenehme Eigenschaft: Es staubt wahnsinnig. Beim abendlichen Putzen löste das Aussieben des Maisgranulats sowohl bei uns als auch bei Besuchern einen langanhaltenden Hustenreiz aus. Wir entschieden uns folglich dagegen - denn: Was für uns nicht gut ist, wird auch für die Mohren nicht förderlich sein. Rauhfasertapete / ZeitungenÜber ein Internetforum bekamen wir die Idee, den Volierenboden mit weißer Rauhfasertapete auszulegen: Diese sähe gut aus und sei preisgünstig. Was sich in der Theorie schön anhört, scheiterte in der Praxis: Rauhfasertapete eignet sich nicht für größere Volierenflächen. Verschmutzungen fallen auf weißer Rauhfaser extrem auf, so dass die Tapete eigentlich schon nach wenigen Stunden unansehnlich wurde. Unsere Mohren reagierten sehr ängstlich auf die Tapete. Alles, was nach unten fiel, machte laute Geräusche - Ali war extrem verängstigt und vermied sogar das regelmäßige Baden, da auch Wassertropfen hässliche Geräusche auf Papier machen. Nach einer Woche entschieden wir uns dafür, die Rauhfasertapete als Bodenbelag zu entfernen. Siebdruckplatteder Favorit! Eine tolle tolle Sache, zumal wir eh bereits eine Siebdruckplatte als Boden der Voliere ausliegen haben - Siebdruckplatten lassen sich leicht reinigen und sehen gut aus. Sie sind jedoch sehr teuer. Die Fugen zwischen Siebdruckplatte und Voliere haben wir mittlerweile mit Fugenweiß ausgefüllt. Wir fegen die Voliere nun täglich aus und wischen sie anschließend feucht aus. Dies ist zwar ein enormer Putzaufwand, der sich aber durchaus lohnt: Bisher haben wir in diesem Sommer keine Fruchtfliegen; wir sparen zudem an Bodeneinstreu; die Voliere ist hygienisch einwandfrei. LinoleumIm Dezember 2006 kamen wir auf die Idee, grünes Linoleum als Bodenbelag zu verwenden. Linoleum ist ein Naturprodukt und insofern ungiftig. Angeblich kann es bei einzelnen Personen eine Reizung der Atemwege auslösen - wir merkten jedoch nichts davon. Linoleum ist ziemlich teuer (35 Euro / qm). Jedoch ist es auch möglich, günstige Reststücke zu kaufen. Linoleum hätte durchaus seine Vorteile: leicht zu reinigen; es staubt nicht; es muss nicht ständig erneuert oder ausgewechselt werden. Leider haben unsere Mohren nach kurzer Zeit damit begonnen, das Linoleum zu zernagen. Das Linoleum als Bodenbelag hat sich bei uns also nicht bewährt. Frische Zweige - NagetriebWir bieten unseren Mohren immer frische Äste zum Benagen und Klettern an. Wir verwenden hierbei meist Holunderholz, das äußerst gerne von Mogli und Ali benagt wird. Auch Weide wird von unseren Vögeln gerne angenommen. Die Äste sollten dabei möglichst unterschiedliche Dicken haben, da sich die Vogelkralle so optimal anpassen muss und folglich das Horn auf natürliche Art abgenutzt wird. Rundhölzer verwenden wir als Sitzmöglichkeit überhaupt nicht, da sie kaum Anreiz zum Benagen bieten und außerdem die Griffmuskulatur der Vogelkralle nicht in angemessener Weise fordern. Vorsicht: Nicht jedes Naturholz ist für Papageien geeignet. Manche Hölzer können giftig sein und sogar zum Tod des Tieres führen. Eine gute Seite, die Hinweise darüber gibt, welche Hölzer giftig sind, ist in der Linkliste aufgeführt. Dass Mohrenkopfpapageien gerne und ausgiebig nagen, lässt sich an folgenden Bildern leicht erkennen. Wir konnten dabei feststellen, dass der Nagetrieb nicht zu allen Zeiten im Jahr gleich stark ausgeprägt ist. Besonders gerne wird nach unseren Beobachtungen in den Monaten Oktober bis März genagt. Ob das mit der Brutstimmung zusammenhängt, wie Hoppe/Welcke schreiben?
AstbefestigungAls geschickteste Art der Astbefestigung hat sich bei uns folgendes bewährt: Der Ast wird an den Enden angebohrt und mit Hilfe eines Kabelbinders am Volierengitter befestigt. Natürlich muss man dabei bedenken, dass es Papageienarten gibt, die ohne weiteres einen Kabelbinder aufnagen. Bei unseren Mohrenköpfen ist dies allerdings nicht der Fall, zumal sie bislang keinerlei Interesse daran bekundet haben. Eine alternative Art der Astbefestigung stellen die Asthalter dar. Sie werden ins Gitter gehängt. Anschließend wird der Ast eingehängt. Im Vergleich zu o.g. Methode mit den Kabelbindern ist diese Art der Befestigung jedoch recht unflexibel: Die Käfigeinrichtung wirkt statisch, da steilere Astverläufe meist nur recht schwer zu befestigen sind.
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