Poicephalus
| Jerry und Kira - Umzug in das Papageienzimmer |
Die VorgeschichteAls wir unser Haus geplant haben, war für mich gleich klar, das es ein Papageienzimmer haben muss. Bisher stand die Voliere im Wohnzimmer und ich hatte überall die Federn, Körnerreste und Obststücke; Papageien sind nun mal gut im Obst-Weitwurf. Bei Freiflug konnte ich sie keine Minute aus den Augen lassen, da sie immer irgendeinen Blödsinn getrieben haben (Gardine anknabbern, Blumen stutzen) und mit dem Lappen hinterherlaufen. Also konnten sie nur raus, wenn ich Zeit zum Aufpassen hatte. Da die Papageien bisher im Wohnzimmer waren, sollten sie nun nicht irgendwohin im Haus verbannt werden. Deshalb war die wichtigste Anforderung, dass das Papageienzimmer in der Nähe des Wohnzimmers ist und das es Innenraumfenster haben soll, damit die Beiden uns immer sehen können. Nach etlichen Planungssitzungen, in denen wir den Architekten zum Wahnsinn getrieben haben, war dann eine Lösung gefunden. Das Volierenzimmer
Hier seht ihr ein Bild des Volierenzimmers aus der Sicht des Essbereichs, rechts schließt sich das Wohnzimmer an. Es hat neben den Innenraumfenstern auch eine Glastüre. Links von der Glastüre ist Platz für die Voliere von Kira und Jerry. Na, findet ihr sie im Käfig?
Rechts ist auch noch mal Platz um eine Voliere zu stellen oder einen Bereich als Voliere abzutrennen. Momentan wird er einfach als Spielbereich benutzt. Hier steht ihr Kletterbaum und diverse Spielzeuge hängen von der Decke herunter.
An der linken und an der rechten Wand sind Fototapeten mit Urwald/Baummotiven. Die restlichen anderen Wände sind mit einer Tapete tapeziert, die ein Steinmauer mit Efeuranken darstellt. Die Tapeten wurde mit molto Tapetenschutz behandelt, damit sie abwaschbar sind. Dadurch sind sie richtig glatt und bieten nicht soviel Angriffsfläche für Papageienschnäbel. Das Fenster hat eine Scheibengardine, weil die Beiden sich gerne auf die Gardinenstange setzen und rausgucken. Der Boden ist gefliest, damit er gut zu reinigen ist. Einzige Angriffsfläche/Arbeitsfläche für die Beiden sind die Fensterbänke innen. Momentan sind sie auch nur tapeziert und haben daher schon Schnabelspuren. Naja, es ist ja ihr Zimmer. Die Lampen auf den beiden Seiten des Zimmers lassen sich über eine Zeitschaltuhr steuern. Es sind Tageslichtröhren mit EVG. Zu den Lampen hat mein Mann die Rahmen aus Holz bebastelt. Nach unten gesichert sind die Lampen mit Drahtgeflecht. Das ganze ist ganz einfach an die Decke gedübelt.
Zur Befestigung der Spielzeuge und Klettergeräte sind Leisten an die Decke gedübelt (siehe Bild mit Kira auf dem Kletterseil). An den Leisten sind Haken eingeschraubt, so das die diversen Sachen einfach abgehängt oder aufgehängt werden können. Der Umzug von Kira und JerryKurz vor dem Umzug, als sich die Kartons in unserer Wohnung stapelten, schauten die Beiden sehr skeptisch. Sie beschlossen lieber in ihrer Voliere zu bleiben und machten keine Anstalten herauszuwollen. Irgendwie fühlten sie sich in der Voliere sicherer. Die Planung war, das Beide mit ihrer Voliere einen Tag vor unserem Umzug in ihr Papageienzimmer ziehen, damit sie am Umzugstag aus den Füssen sind. Dazu sollten sie aus der Voliere raus und erst mal mit ihrem Kletterbaum vorlieb nehmen. Die Voliere wollten wir dann zerlegen, in das Haus transportieren und gleich wieder aufbauen. Die Nacht mussten sie alleine im neuen Haus verbringen, und sollten sich so schon mal an die neue Umgebung gewöhnen. Als ihr Umzugstag nun gekommen war, waren sie ziemlich irritiert, als ich sie aus ihrer Voliere holte und dann anfing diese abzubauen. Sie verstanden nicht, was ich mit ihrer Behausung mache und wollten einfach nicht von der Voliere weg. So haben wir halt das Volierendach samt Piepmätze von den Seitenwänden heruntergehoben. Irgendwann gingen sie dann doch herunter. Nachdem die Voliere zerlegt und im Haus war, habe ich die Beiden eingefangen und in eine Transportbox für Hunde/Katzen gesteckt. Ich hatte extra eine größere Box besorgt, damit Beide zusammen bleiben können. Nun ja, sie hingen beide die ganze Zeit an dem Gitter an der Vorderseite und gingen nicht weg, hätte ich mir also sparen können. Die kurze Fahrt zum Haus war problemlos und als die Voliere wieder aufgebaut war durften sie hinein. Da saßen sie dann erst mal wie ausgestopft und schauten regungslos. Die EingewöhnungDie ersten Wochen haben sie völlig regungslos da gesessen und nur geschaut. Sie waren auch irritiert wenn jemand am Zimmer vorbei gegangen ist. Mit den Innenraumfenstern hatten sie anfangs auch Schwierigkeiten, da haben auch die aufgeklebten Vogelmotive nichts genützt. Insgesamt gesehen haben sie mehrere Monate gebraucht, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen und sie sind jetzt auch noch ruhiger, als sie es in unserer alten Wohnung waren. Die ersten paar Male, als sie mit in das Wohnzimmer durften haben sie nur auf meinem Arm gesessen und sich nicht vom Fleck wegbewegt. Seit die Gardienen da sind und auch das Halogen-Stangensystems wieder hängt, hat sich das gebessert. Die aktuelle SituationTagsüber sind die Beiden in ihrer Voliere. Wenn ich nach Hause komme lasse ich sie sofort in ihrem Zimmer frei und sie genießen es in dem Zimmer herumzufliegen. Da kennen sie alles und dürfen überall sitzen. Im Wohnzimmer sitzen sie natürlich weiterhin gerne auf den Stangen unseres Halogen-Stangensystems und ich muss mit Zeitungspapier hinterher. Sie kommen abends gerne mal raus zu mir, gehen bzw. fliegen dann später alleine wieder in einer kessen Kurve in ihr Zimmer zurück. Manchmal nutzen sie auch das Treppengeländer (siehe erstes Bild). Es kann aber abends auch mal sein, das ich die Volierentüre offne, sie aber keine Anstalten machen heraus zu kommen. Ihr Zimmer scheint ihnen also inzwischen zu gefallen. Das Verhalten der Beiden zueinander hat sich verbessert. Jerry jagt nun nicht mehr Kira dauernd durch die Voliere. Es war ja bisher schon so, dass sie sich gut vertragen haben, wenn sie aus der Voliere draußen sind und auch nebeneinander sitzen ohne das es Streit gibt. Wenn sie im Zimmer frei sind, können sie sich ohnehin gut aus dem Weg geben, was Kira auch gerne nutzt. Früher haben sie sehr gerne Korkuntersetzer zerlegt, die ich einfach auf das Volierendach gelegt habe. Korkuntersetzer knabbern und Korken zerlegen tun sie momentan fast gar nicht. Die Korkuntersetzer sind nur interessant, wenn sie draußen sind, dann knabbern sie ein wenig daran, aber längst nicht so intensiv wie früher. Inzwischen haben die Beiden natürlich jede kleine Stelle gefunden, wo die Tapete nicht absolut fest war, besonders im Bereich der Fenstersimse. Anstallten die gesamte Tapete zu entfernen machen sie aber zum Glück nicht und mit dem Rest kann ich leben. Hier seht ihr Kira, wenn sie sich abends zurückgezogen hat. Sie sitzt dann gerne ganz oben auf dem Kletterseil, kommt aber auf die Spirale heruntergeklettert, wenn ich sie zum Schlafen in den Käfig bringen will.
Sie haben inzwischen auch die Türklinke entdeckt. Aber leider geht die nicht auf, wenn sie darauf sitzen. Was mache ich da bloß anders?
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