Poicephalus
| Verlauf der Aspergillose: 2011 |
13. Dezember 2011Zurzeit geht es Mogli recht gut. Er kann wieder einige Runden zwischen Wohn- und Arbeitszimmer fliegen. Wir sind gespannt, wie lange diese gute Phase anhält. Vielleicht hat er sich wieder stabilisiert? Das wäre schön... Die letzten Monate waren leider ein ständiges Auf und Ab, wobei die Abwärtstendenz leider überwog. Mogli konnte sich trotz täglicher Medikamentengabe nicht stabilisieren. Er hatte täglich mehrere schwere Erstickungsanfälle; Fliegen konnte er in diesen Wochen nur sehr kurze Strecken und dies auch nur mit anschließender Atemnot. Dies ist natürlich für den Patienten, Ali und uns sehr zermürbend. Umso mehr freuen wir uns, dass es dem kleinen Mann zurzeit besser geht. Die gute Phase dauert nun schon ca. 9 Tage an und wir hoffen auf weitere schöne Jahre mit Mogli! Bilder von glücklichen Papageien und Vogelbesitzern
22. September 2011Kurzer Zwischenbericht: Mogli hält sich tapfer. Die Atmung ist fast normal, die gluckernden Atemgeräusche sind nicht mehr zu hören - hoffentlich ein Zeichen, dass der Schaum in den Luftsäcken zurückgeht! Augenscheinlich verträgt Mogli die Medikamente sehr gut. Mogli freut sich zudem schon morgens und abends auf seine Breiration... Können Papageien eigentlich träumen? Wir sind davon überzeugt. Vom 20. auf den 21. September wurden wir um 4 Uhr nachts wach, weil Mogli leise, zufriedene Schmatzgeräusche von sich gegeben hat. Wahrscheinlich hat er von einer riesigen Breiportion geträumt...
Zweimal haben wir Mogli nun in seinem kleinen Krankenkäfig auf den Balkon gestellt (frische Luft soll zu seiner Genesung betragen!). Er fand alles sehr spannend und verzehrte am Freiluft-Nachmittag fast eine ganze Möhre. Im nächsten Frühjahr werden wir wohl die Balkonvoliere installieren und beide Mohren stundenweise auf dem Balkon unterbringen. 12. September 2011Die Endoskopie bestätigt, dass sich die Aspergillose bei Mogli verschlechtert hat (Bilder Endoskopie). Molle hat Schaum in den Luftsäcken, verursacht durch eine Entzündung der Luftsäcke. Die Atemgeräusche (gurgeln), die bereits im Ruhezustand zu hören sind, sind durch diese Verschleimung (Schaumbildung) zu erklären. Der Zustand von Mogli ist sehr kritisch, auch wenn der kleine Mann optisch einen hervorragenden Eindruck macht. Durch die tägliche Portion Babybrei konnten wir bislang das Gewicht bei 160 Gramm halten. Laut Tierarzt ist es jederzeit möglich, dass Mogli kollabiert. Wir hoffen auf Moglis Lebenswillen und Lebensmut. Der Therapieplan sieht nun folgendes vor: 1x täglich Lamisil, 2x täglich entzündungshemmendes Mittel (begrenzter Zeitraum), 2x täglich Vfend (begrenzter Zeitraum). Ich bin guter Hoffnung, dass wir Mogli durch diese Medikamentenkombination (+ Inhalation) wieder stabilisieren können. Momentan haben wir Mogli in einen kleinen Käfig separiert, so dass er ohne Störung ausruhen, schlafen und essen kann. Zu bewundern ist Moglis Lebenswille: Er isst selbständig und freut sich über Ali (die am Durchdrehen ist) und über die zusätzlichen Streicheleinheiten.
Unser Umzug hat bestimmt einiges zur Verschlechterung von Moglis Zustand beigetragen. Für die Papageien bedeutet eine solche Veränderung natürlich Stress; wir selbst hatten in der Zeit des Umzugs nicht "den Kopf", einen Tierarzt aufzusuchen.
Nun heißt es: Daumendrücken für unseren kleinen Mogli-Mann!
September 2011Lange Zeit haben wir nichts über den Verlauf der Aspergillose bei Mogli geschrieben. Tatsächlich war Mogli in dieser Zeit nahezu beschwerdefrei, konnte fliegen, essen und Unfug machen. Als Medikation gaben wir einmal monatlich eine Tablette Lamisil, über Babybrei verabreicht. Seit April / Mai 2011 verschlechterten sich jedoch Moglis Beschwerden, so dass wir teilweise über drei Monate hinweg Lamisil verabreichen mussten. Erschwerend kam für Mogli hinzu, dass wir in den Monate Juli / August umgezogen sind. Dies bedeutet für einen Papagei natürlich viel Stress: veränderte Umgebung, veränderte Licht- und Luftverhältnisse, Unruhe... Mogli und Ali haben sich mittlerweile gut in ihrem neuen Domizil eingelebt. Dennoch hat Mogli massive Atemschwierigkeiten. Die Erstickungsanfälle gehen mit Niesen, einer heiseren Stimme und großer Atemnot einher. Wir werden wohl in nächster Zeit einen Tierarzt aufsuchen, da wir mit der bisherigen Medikation nicht weiter kommen. Es ist sehr unschön, den kleinen Mogli so leiden zu sehen. Das Medikament verabreichen wir weiterhin regelmäßig - so können wir zumindest Moglis Gewicht stabil halten. (Bei Ali müssen wir uns gewichtstechnisch keine Sorgen machen!)
Die Voliere von Mogli und Ali steht auch weiterhin im Wohnzimmer. An der Voliere wurde nun eine zweite Tageslichtlampe installiert, da der Standort der Voliere nicht mehr so hell ist wie in der alten Wohnung.
Die erste "Verschönerung" wurde von seiten der Mohren bereits nach wenigen Tagen in der neuen Wohnung vorgenommen: Obwohl Mogli bislang nie Interesse an der Rauhfasertapete hatte, entwickelte er in der neuen Wohnung die Leidenschaft, die kleinen Knubbel an der Tapete abzunagen. Darüber waren wir natürlich nicht erfreut! Seitdem haben wir eine CD-Kette oben auf der Voliere als Schutz der Tapete angebracht. Mogli und Ali haben (glücklicherweise) Angst vor diesen metallisch glänzenden Scheiben und trauen sich nicht in deren Nähe. Ja, auch Papageienliebe hat ihre Grenzen!
Mogli hat einen neuen Award erhalten: Er wurde mit dem Schimmelreiter 2011 ausgezeichnet. Die Poicephalus Academy (bestehend aus Sonja und Klaus) würdigt hiermit den oft harten Weg "auf den Sporen der Aspergillose". |









