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Verlauf der Aspergillose: 2002-2004

Zusammenfassung 2002-2004

Als 2002 die Aspergillose diagnostiziert wurde, wurde uns das pilztötende Mittel Sempera Liquid verschrieben: Laut Tierarzt sollten wir Mogli hiermit oral behandeln. Dieses Mittel sollte entweder direkt in den Schnabel gespritzt oder mit einem Trägerstoff, beispielsweise Babybrei oder Joghurt, verabreicht werden. Am ersten Tag war dies kein Problem: Mogli nahm bereitwillig den Babybrei und damit auch das Pilzmittel auf. Danach übergab er sich und war körperlich richtig schlecht drauf. Am nächsten Tag war er in keiner Weise mehr zu bewegen, Babybrei zu sich zu nehmen. Auch sonst lehnte er alles ab, was irgendwie nach Medikament aussah. Wir sahen also keine Möglichkeit, ihm das Mittel zu verabreichen. Zudem ging es ihm körperlich sehr schlecht von dem Medikament.

Anmerkung: Im Nachhinein fanden wir heraus, dass sämtliche afrikanischen Papageien das Medikament Sempera Liquid nicht gut vertragen! Grundsätzlich erscheint es also nicht empfehlenswert, dieses Medikament bei afrikanischen Papageien mit Aspergillose zu verabreichen!

Wir bekamen deshalb als neues Mittel Imaverol, welches nicht pilztötend wirkt, sondern lediglich das Wachstum der Pilze hemmt und so die Symptome lindert (die Atmung erleichtert). Imaverol ist ein Medikament zur Inhalation - in den Jahren 2002-2004 verwendeten wir für die Inhalation einen alten PariBoy. Mogli ging immer freiwillig in den Transporter zur Inhalation und ließ sich im Anschluss daran von Ali feiern. Ali lauerte während der Inhalation immer in der Nähe des Transporters. Nach den 20 Minuten Inhalation bekamen natürlich beide Vögel eine Belohnung für ihr Verhalten... Genaueres zur Inhalation mit Imaverol haben wir hier notiert.

In den Jahren 2002-2004 inhalierten wir Mogli je zwei- bis dreimal pro Jahr über einen Zeitraum von mehreren Wochen - dies war meist zu Beginn der Heizperiode im Spätsommer / Herbst und im Frühjahr der Fall. An den meisten Tagen merkten wir gar nichts von seiner Aspergillose: Mogli konnte problemlos fliegen und machte einen lebensfrohen Eindruck. Wir haben während dieser Zeit verschiedene Optimierungen vorgenommen an Haltung (Innenvoliere, Balkonkäfig, Luftfeuchtigkeit), Ernährung (zusätzliche Vitamingaben) usw. Leider war es uns ab 2004 nicht mehr möglich, die Tiere stundenweise auf dem Balkon unterzubringen, da sich unsere Nachbarn durch die Rufe der Mohren gestört fühlten. Mogli hat diese Aufenthalte an der frischen Luft immer sehr genossen. Ich bin sicher, dass sie ihm gut getan haben. Ende 2004 nahm ich Kontakt zu einem Tierheilpraktiker auf, da ich durch die Beschreibung der Erstickungsanfälle aspergillosekranker Tiere in den Papageienforen sehr verunsichert war und unserem Tier solche Atemnöte durch Prophylaxemaßnahmen 'ersparen' wollte.